SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle Schmerztherapie

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Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie

Diabetisches Fußsyndrom
(diabetisches Ulcus cruris, Charcot-Fuß)

Das diabetische Fußsyndrom wird auch einfach nur als diabetischer Fu ß bezeichnet. Manche Autoren verwenden auch den Begriff diabetisches Ulcus cruris.

Manch ein Besucher dieser Sei te wird sich wundern, warum das diabetische Fußsyndrom mit der Schmerz therapie in Verbindung gebracht wird. Die An twort ist ganz einfach: die moderne speziel le Schmerztherapie ver fügt über eine Therapiem ethode, die gerade bei einem diabetischen Fußsyndrom äußerst hilfreich ist und sogar kau sal (= den Ursachen entgegen) wirkt (s iehe unten). Hinzu kommt natürlich, daß viele Pat ienten mit einem diabetischen Fußsyndrom auch über stärkere Schmerzen klagen.

Der Begriff "diabetische Fußsyndrom" bezeichnet (oft sch merzhafte) Geschwüre, die im Rah men einer Zuc kerkrankheit, bzw. begünstigt durch diese, am Fuß auftreten. Vorausgegangen ist häufig eine an sich harmlose, oft gar nicht bemerkte örtliche Gewebsverletzung.

Ein diabetischer Fuß kann drei Ursachen haben:

  1. Polyneu ropathie. Die Zucker krankheit kann ja zu dieser Erkrankung führen, es handel t sich dann um die sog. d iabetische Polyneuropathie. Dabei kommt es zu einer Schäd igung der perip heren (= von der Körperm itte entfernt befind liche) Nerven in Arm en und Bein en (einsch l. Fuß). Typisch ist eine ungewöhn liche Trockenheit der Hau t des Fußes. Da bei For tschreiten der Erkrankung die Sen sibilität (= nervliche Empfindlichkei t) immer weiter nach läßt (der Diabet iker spürt nicht mehr, wo ihn "der Fu ß" drückt), bleiben (auch kleine) Verl etzungen zunächst unbemerk t, was natürlich die Ausbildung eines Fußgesch würs sehr begünstigt. Die begleitende Ei nschränkung der Motori k (= Bewegungsvermögen) kann zu Deform itäten führen, was die En tstehung eines diabetischen Fußsyndrom s zusätzlich fördern kann.
    Natürl ich kann es auch bei einer nicht diabetischen Poly neuropathie zu einem Fu ßgeschwür kommen.
  2. Arter ielle Durchblutungs störungen. Dabei handelt es sich haup tsächlich um die peri phere arterielle Verschl ußkrankheit. Im Unterschied zur diabetischen Polyn europathie ist der Fu ß b laß und kalt, evtl. bläul ich verfärbt. Die Fu ßpulse sind nicht tast bar, die Sen sibilität (= nervliche Empfind lichkeit) ist aber erhalten.
  3. Polyn europathie und Durchblutungsstörungen, als gemischte Form

Stat istische Angaben zur Fr age, aus welcher der genannten Ursac hen mit welchem Prozen tanteil ein diabetische Fußsyndrom entsteht, sin d alles andere als ein heitlich.

Nicht selten inf iziert (= Eindringen von Mikroorgan ismen, hpts. Bakterien) sich ein diabetisches Fußsyndrom. Die Entzü ndung kann in be nachbarte Knochen durchbrechen und dort zu einer Oste omyelitis (= Knochenen tzündung) führen.

Mögliche Spä tfolgen: Fu ßamputation - Alleine in Deutsch land werden jährlich etwa 30000 Ampu tationen au fgrund der Diagnose "diabetisches Fußsyndrom" durchgeführt.

Das diabetische Fußsyndrom kann in verschiedene Stadien eingeteil t werden:

Stadium 0:        keine offen en Wunden, aber Risiko fu ß
Stad ium I:         oberflächliche Wun den
Stadium II:        Wunde (Ul kus) bis zur Gel enkkapsel, Sehne oder Knoc hen reichend
Stad ium III:       Ulkus mit Abs zess, Infektion der Gelen kkapsel oder  Knochenentzündung
Stadium IV:       begrenz te Nekrose (Gewebstod) des Vor fußes oder der Fe rse
Stad ium V:       Ne krose des gesam ten Fußes

Der "Cha rcot-Fuß" , auch als diabet isch neuropathische Osteoarth ropathie (D NOAP) bezeichnet, ist eine Sonder form des diabetischen Fußsyndroms bei Patienten mit Diabetes mell itus. Dabei kommt es zu Kn ochenbrüchen und Knoch enauflösungen im Bereich der Fü ße (meist Fußwurzel- aber auch Mittel fußbereich), was zu stark deform ierenden Veränderungen des Fu ßes mit eingeschrän kter Belastbarkeit führen kann.
Auch im Rahmen einer Poly neuropathie, also der Er krankung peripherer (= außerhalb des Rüc kenmarks befindlicher) Ner ven, können sich Fußknoc hen in der beschriebenen Weise au flösen, und es kommt zusätzlich zu einer Nerven degeneration. Als Folge davon bricht das Fu ßskelett regelrech t ein, und es entstehen groteske Feh lstellungen des Fu ßes, ausgedehnte Druckschäden der Hau t und Infektionen, letzt lich droht die Amputat ion. Ein "Charcot-Fuß" ist aber i.d.R. nicht sch merzhaft.

Therapie bei einem diabetischen Fußsyndrom:

Neben einer entsprechenden Wund behandlung (Ausführl iches hierzu unter: www.medizinfo.de/wundmanagement/ulcus.htm) muß die gestörte, lokale (= örtliche) Mi krozirkulation wieder in Gan g gebracht werden, sonst kann ein diabetische Fußsyndrom nicht abheilen.
Dies gelingt recht zu verlässig mit einer kontinu ierlichen Isch ias-Blockade mittels Kat heter (Klat t und Leeser 1994) bei gleichzeitig effek tiver Schmerzbekämpfung.
Bei dieser Met hode suchen wir von der Oberschen kelrückseite her, hand breit unter dem Gesäß, den Isch iasnerv in der Tiefe mit einer Kanü le auf und legen einen dünnen Kuns tstoffschlauch in die zugehörige Ner venscheide (= Gew ebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Sch lauch mehrmals täg lich eine verdünnte, lang wirkende örtliche Betäubungsm ittellösung eingespritzt. Je nach Wirkstof fkonzentration kommt es dann im Versorgu ngsgebiet des Nerven zu einer Verminderung der Schmerzempf indlichkeit bis hin zur Sch merzfreiheit, in der Regel auch anhaltend (also über die Behandlungszeit hinaus). In dieser Situation kann dann auch in tensiv krankeng ymnastisch behandelt werden.
Da dieser Nerv auch vegetat ive (= das unw illkürliche Nervensystem betref fende) Fasern mit sich führt, kommt es beg leitend im korrespond ierenden Gewebebereich zu einer Sympath ikolyse (= Aufhebung eines gefä ßverengenden Nervenreizes) und damit zu einer deu tlichen und in der Regel auch anhal tenden Mehrdurchblutung, wie sie med ikamentös system isch (= durch eingenommene oder gespritzte Durchblu tungsmittel) nie erreich t werden kann und unter einer guten Durchblutung heilt auch ein Fußgeschwür (Ulcus) sicher ab. Diese Mehrdurchblutung wirkt auch einer Polyneu ropathie zuverlässig entgegen, indem sie den Nervenzel lstoffwechsel optimiert.

Besonders effektiv ist beim diabetischen Fußsyndrom auch die Kom bination dieser Bloc kademethode mit einer Al prostadil - Infusionsserie.

Ein diabetische Fußsyndrom verlangt auch die opt imierte Behandlung der Begleit krankheiten bzw. das Managemen t möglicher Risikofaktoren (z.B. Bluthochd ruck, Übergew icht, erhöhte Blutfettwerte, Nikot in).

Daß die kon tinuierliche Bloc kademethode gerade bei Durch blutungsstörungen sehr hilfreich ist, konnte im Rah men einer Doktorarbeit an der Universität Heidel berg nachgew iesen werden: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/volltexte/2000/646/pdf/DOKTOR.pdf (einfach ankl icken)

Viele gute Grün de sprechen für eine stat ionäre Behandlung in der SCH MERZKLINIK am ARKAU WALD, so z.B.:

Für Mitg lieder geset zlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grund lage des § 40 bz w. 111 SG B V Rehabilitationsbehand lungen an und für Patienten mit pri vater Kran kenkasse werden Krankenh ausbehandlungen gemäß O PS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist beih ilfefähig. Teil weise übernehmen auch Rente nversicherungen und Berufsgenossenschaf ten die Kosten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kosten übernahme muß aber zu vor (gilt auch für pri vate Kassen oder Beih ilfe) beantragt werden.

Wenn Sie Fr agen haben oder vielleicht noch ein anderes speziel les Schmerzt hema suchen, schic ken Sie uns einfach ein kurzes M ail: schmerz@schmerz.com. Wir in formieren Sie prom pt.

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Sie wollen mit einem erfah renen Schmer zarzt sprechen? Kein Prob lem, einfach jeweils an einem M ittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Don nerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Te l.-Nr. 07931-5450 an wählen (keine ex tra Gebühren).

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Impressum Aktualisiert:>11.10.2009</>